Badepool · Bremgarten

Badepool mit Felsgrotte

Ein schlichter Pool, gefasst von handbearbeitetem Naturstein.

  • Bauzeit6 Wochen
  • Wasserfläche9 × 4 m
  • Plattenbelag120 m²
  • FertigSommer 2023





Aufgabe

Wenig Platz, klare Form

Der Garten misst keine zwanzig Meter in der Tiefe, und an drei Seiten steht die Bepflanzung des Nachbargrundstücks. Ein geschwungenes Becken hätte hier Fläche verschenkt, die es nicht gibt. Also ein Rechteck, sauber in die Achse des Hauses gelegt, die Terrasse fasst es auf drei Seiten.

Am Anfang stand ein Gespräch im Garten, nicht am Bildschirm. Wir haben uns angesehen, wo die Sonne am Nachmittag steht, wo der Wind durchzieht und von welchem Fenster aus man später aufs Wasser schaut. Aus diesen Beobachtungen entstand die Handzeichnung, die Sie oben sehen.

Danach ging es an die Masse: Beckengrösse, Höhe der Terrasse, Lage der Technik. Die Bauherrschaft bekam eine Offerte mit allen Posten einzeln aufgeführt, damit während des Baus nichts dazukommt.

Projektbild der Ruedi Weber AG
Bauphase

Aushub, Schalung, Steinsatz

Mit dem ersten Baggerbiss beginnt der Teil, den später niemand mehr sieht und von dem alles abhängt: Aushub, Sauberkeitsschicht, Schalung, Bewehrung.

Die Platten sägen und spalten wir in der eigenen Werkstatt und stocken sie von Hand. Gesetzt wird mit dem Kran, bis die Fugen gleichmässig laufen.



Vom Beckenrand in den Garten

Ein Pool wirkt erst, wenn ringsum etwas wächst. Die Terrasse läuft bis zur Hecke, der Übergang ist mit Kies und Stauden aufgelöst.

Die Bepflanzung kommt ohne Giesskanne aus: Gräser, Lavendel, Bodendecker.



Salz statt Chlorkanister

Das Wasser läuft über eine Salzelektrolyse. Im Becken steht leicht gesalzenes Wasser, rund drei Gramm je Liter. Eine Zelle im Technikraum macht daraus laufend Chlor, das danach wieder zu Salz wird. Für die Bauherrschaft heisst das: keine Kanister, keine Dosierung von Hand, und Wasser, das die Augen nicht beisst.
Projektbild der Ruedi Weber AG
Projektbild der Ruedi Weber AG
Projektbild der Ruedi Weber AG
Ergebnis

Baden, ohne Chemie im Gesicht

Was auf den Bildern entstanden ist, lässt sich in einem Satz sagen: aus einem schmalen Rasenstück wurde der Ort, an dem die Familie den Sommer verbringt. Das Wasser ist klar, der Rand aus Stein bleibt auch bei dreissig Grad angenehm unter den Füssen, und abends speichert die Terrasse die Wärme des Tages.

Ein Badepool hat gegenüber einem klassischen Schwimmbad zwei Vorzüge, die man erst im Betrieb merkt. Er braucht deutlich weniger Chemie, weil die Wasseraufbereitung über die Filterzone läuft - die Augen brennen nicht, und die Haut riecht nach dem Baden nicht nach Chlor. Und er sieht auch dann gut aus, wenn niemand schwimmt: im Winter liegt eine ruhige Wasserfläche im Garten statt einer blauen Plane.

Der Unterhalt ist überschaubar. Im Frühling einmal starten, im Herbst winterfest machen, dazwischen gelegentlich den Skimmer leeren. Auf Wunsch übernehmen wir das mit festen Terminen.

Projektbild der Ruedi Weber AG
Projektbild der Ruedi Weber AG

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